Resilienz und Beziehungen

Ruhig und souverän durch belastende Situationen gehen gelingt durch innere Stärke und innere Ruhe – durch eine gute Resilienz. Das ist die allgemeine Fähigkeit, sich von emotionalen Herausforderungen zu erholen und den Fokus und die Konzentration aufrechtzuerhalten. Resilienz beschreibt aber auch die Regenerationszeit, die benötigt wird, um nach einem Rückschlag oder einer Stresssituation in einen entspannten Zustand zurückzukehren. Resilienz wird durch gute soziale Beziehungen gefördert.
Deshalb ist gerade in schwierigen Zeiten ein empathisches und wertschätzendes Miteinander so wichtig.

Going through stressful situations calmly and confidently is achieved through inner strength and inner peace - through good resilience. This is the general ability to recover from emotional challenges and maintain focus and concentration. But resilience also describes the regeneration time needed to return to a relaxed state after a setback or a stressful situation. Resilience is promoted by good social relationships.
This is why an empathetic and appreciative relationship is so important, especially in difficult times.

 

Warum soziale Beziehungen so wichtig sind und wie sie unsere Resilienz stärken

Gemeinsam lachen können, in schweren Zeiten eine Schulter haben, an der wir uns anlehnen können und jemanden an der Seite haben, der uns und das was uns auf der Seele liegt versteht: Beziehungen sind ein essentiell wichtiger Teil unseres Lebens. Sie helfen dabei, unsere Resilienz, unsere innere Widerstandskraft und Ruhe, gerade in belastenden Situationen zu stärken um ruhig und souverän zu bleiben. Und es ist genau diese innere Ruhe die uns befähigt, zu jeder Zeit einen guten Kontakt zu uns selbst zu pflegen.

Erkenntnisse der «Grant Study»
Die amerikanische Wissenschaftsstudie «The Harvard Grant Study» wirft ein neues Licht auf das Thema Resilienz. Die in den 50er-Jahren begonnene Studie begleitet noch heute Absolventen der Jahrgänge 1939-1945 der Harvard University. Die zentrale Frage der Untersuchung: Was macht ein zufriedenes Leben aus?
Anhand untersuchter Lebensstilfaktoren, sowie Sozial- und Beziehungsstatus, ergab die weltweit am längsten andauernde Studie eine interessante Erkenntnis: Der stärkste Resilienzfaktor im Leben eines Menschen sind gesunde Beziehungen.

Zusammen durch herausfordernde Zeiten
Die strengen Kontaktsperren, Arbeiten im Homeoffice sowie das intensive Miteinander zuhause haben uns in den letzten Wochen und Monaten intensiv gefordert. Doch genau darüber sollten wir uns an dieser Stelle bewusst werden: Ein gutes Miteinander ist einer der wichtigsten Faktoren, um schwierige Zeiten gut durchzustehen.
Wenn wir jemand haben, mit dem wir uns austauschen können, der einfach für uns da ist, der uns so annimmt wie wir sind, so ist das genau diese Unterstützung, die uns nachhaltig stärkt. Oftmals sind Beziehung aber geprägt von wenig oder wenig empathischer Kommunikation und daraus entstehenden Konflikten. Das kostet dann enorm viel wertvolle Energie – beruflich wie privat.

Beziehungen gut gestalten
Wie begegnest Du Deinen Mitmenschen, Freunden und Familie? Wie achtest Du auf Deine Beziehungen? Kommt es öfter zu Konflikten und wie werden diese gelöst? Eine der wichtigen Grundlagen einer guten Beziehung ist die Achtsamkeit sich selbst gegenüber. Nur wenn ich mir meiner Selbst bewusst bin, kann ich auch meinem Gegenüber achtsam begegnen, dessen Bedürfnisse besser wahrnehmen und darauf eingehen, diese als wichtig empfinden.
Es geht um ein überzeugtes Handeln aus der Grundhaltung heraus. Nachhaltig stärkend für Beziehungen ist die Haltung « ich bin wichtig und du bist wichtig, und ich suche eine Lösung, die sowohl meine als auch deine Bedürfnisse erfüllt ». Jeder kann sich vornehmen «nett» zu sein. Wenn jedoch nicht diese innere Grundhaltung dahinter steht verfalle ich im Konflikt in meine gewohnten Verhaltensmuster.
Vor allem in langjährigen Beziehungen bilden sich über die Jahre Prägungen und Handlungsmuster aus. Das ist normal – dennoch bewirken diese, im übrigen auch stark  durch Erziehung geprägten Muster, ein subjektives Verständnis von Rollen und Beziehungsmustern. Und diese sind eingefahren und oftmals schwer veränderbar.
Wenn wir aus unseren inneren Haltung heraus handeln, hören wir vor allem auf unseren Körper, unser Herz und unseren Bauch und nicht mehr nur auf das was uns unser Kopf sagt. Es geht darum wahrzunehmen, was mir und was meinem Gegenüber jetzt in diesem Moment gerade wichtig ist.
Auch wenn unsere Situation weiterhin herausfordernd ist, wir Sorgen oder auch Ängste haben, sollten wir uns klar sein darüber wie wichtig es ist, aufrichtig und wertschätzend miteinander umzugehen. Damit legen wir den Grundstein für ein Mehr an innerer Stärke und Resilienz.

 

Start where you are! 
Use what you have! 
Do what you can! 

 

 

Why social relationships are so important and how they strengthen our resilience

Being able laughing together, having a shoulder to lean on in difficult times and having someone next to us who understands us and whatever we have on our soul: relationships are an essential part of our lives. They help to strengthen our resilience, our inner resistance and calmness, especially in stressful situations, in order to remain calm and confident. And it is exactly this inner calmness that enables us to maintain good contact with ourselves at all times.

Findings of the "Grant Study"
The American scientific study "The Harvard Grant Study" throws new light on the subject of resilience. The study, which began in the 1950s, still accompanies graduates of Harvard University born between 1939 and 1945. The central question of the study: What constitutes a happy life?
Based on lifestyle factors as well as social and relationship status, the world's longest-running study revealed an interesting finding: the strongest resilience factor in a person's life is healthy relationships.

Togetherness in challenging times
The strict contact restrictions, working in the home office and the intense togetehrness at home have been a huge challenge over the past weeks and months. But this is exactly what we should become aware of at this point: Good relationships are one of the most important factors in getting through difficult times well.
If we have someone to talk with, someone who is simply there for us, who accepts us as we are, it is precisely this support that sustainably reinforces us. However, relationships are often characterized by little or non-empathic communication and resulting conflicts. This costs an enormous amount of energy - professionally and privately.

Managing relationships well
How do you meet your fellow humans, friends and family? How do you pay attention to your relationships? Do conflicts occur more often and how are they resolved? One of the most important foundations of a good relationship is self-awareness. Only if I am aware of myself, I can also be mindful of my counterpart, perceive their needs better and cater to them, esteem them.
It is about acting out of our inner attitude. The attitude « I am important and you are important, and I am looking for a solution that meets my needs and your needs » is sustainably strengthening for relationships. Anyone can choose to be « nice ». However, if this inner attitude is not present, we will always get back to our habitual patterns of behaviour in conflict situations.
Especially in long-term relationships, patterns of behaviour and imprints are developed. This is normal - nevertheless these patterns, which are also strongly influenced by education, create a subjective understanding of roles and relationship patterns. And these are entrenched and often difficult to change.
When we act out of our inner attitude, we listen above all to our body, our heart and our belly and no longer only to what our mind tells us. It is about perceiving what is important to me and what is important to my counterpart in this present moment.
Even if our situation remains challenging, if we have worries or even fears, we should be clear about the importance of dealing with each other in a sincere and appreciative manner. In this way we lay the foundation for more inner strength and resilience.

 

Start where you are! 
Use what you have! 
Do what you can!